Die Jagd wird in der Öffentlichkeit unterschiedlich wahrgenommen. Während einige sie als Freizeitbeschäftigung (Hobby) betrachten, verweisen Jägerinnen und Jäger sowie Verbände auf gesetzliche Vorgaben, Prüfungen und Aufgaben im Natur- und Tierschutz.
Nach allgemeinem Verständnis bezeichnet ein Hobby eine Beschäftigung, die in der Freizeit aus persönlicher Neigung und Freude ausgeübt wird. Beispiele dafür sind Lesen, Reiten, Nähen, Wandern oder Mountainbiken etc... Die Jagd unterscheidet sich davon in mehreren Punkten: Wer jagen will, muss eine umfangreiche Ausbildung absolvieren, eine staatliche Prüfung bestehen und verschiedene rechtliche Voraussetzungen erfüllen.
Zu den Aufgaben der Jagd gehören unter anderem die Regulierung von Wildbeständen, der Schutz land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die Vermeidung von Wildschäden sowie Beiträge zum Natur- und Artenschutz. Auch der sichere Umgang mit Waffen und regelmäßige finanzielle Aufwendungen spielen eine Rolle.
Besonders kontrovers diskutiert wird das Töten von Tieren. Dieser Teil der Jagd dauert meist nur kurze Zeit, prägt aber die öffentliche Wahrnehmung stark. Gerade in sozialen Medien wird die Jagd häufig emotional bewertet. Wir sehen deshalb Aufklärung als wichtig an, um Aufgaben, rechtliche Rahmenbedingungen und Verantwortung der Jagd verständlich zu machen. Jagd ist ein Handwerk und kein Hobby.
Volker Wengenroth HRL